Mit freundlicher Unterstützung
Passwort vergessen? Bitte geben
Sie Ihre E-Mail-Adresse ein, mit
der Sie sich registriert haben:

Abstract

Kontrazeption in der Perimenopause
Contraception in perimenopausal women

In der Perimenopause,der unmittelbaren Zeit vor der Menopause und in dem einen Jahr danach, ist die Reproduktion noch nicht erloschen. Ovulationen können ohne Vorankündigungen auftreten,weshalb eine effektive Kontrazeption erforderlich ist, besonders wenn eine Schwangerschaft nicht mehr erwünscht ist. Keine kontrazeptive Methode ist nur allein durch das Alter kontraindiziert. Daher können die verschiedensten kontrazeptiven Methoden perimenopausalen Frauen empfohlen werden: orale hormonale Kontrazeptiva mit niedriger Ethinylestradiol-Dosis,Gestagene (Pillen, injizierbare Depot-Gestagene, Implantate), das Intrauterinsystem mit Levonorgestrel, natürliche Estrogene in Kombination mit einem Gestagen, Intrauterinpessare, Barriere-Methoden oder die Sterilisation. Allerdings sollten die Frauen eine genaue individuelle Beratung über die Risiken und den Nutzen der jeweiligen kontrazeptiven Methode erhalten. Die oralen hormonalen Kontrazeptiva mit Estrogen-Gestagen-Kombinationen sind eine sichere Option für alle gesunden Nichtraucherinnen ohne Kontraindikationen mit normalem Blutdruck und mit Beschwerden bis zu einem oder zwei Jahren nach der Menopause, da die Anwendung mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Für Frauen mit kardiovaskulären Risiken und Raucherinnen sind Gestagene (Pillen, injizierbare Depot- Gestagene,Implantate),das Intrauterinsystem mit Levonorgestrel, Intrauterinpessare, Barriere-Methoden oder die Sterilisation die besseren Entscheidungen. Für Raucherinnen sind alle Estrogen-Gestagen-Kombinationen aufgrund des nikotinabhängigen erhöhten Infarkt- und Insultrisikos absolut kontraindiziert.

Gunther Göretzlehner
Parkstr. 11, Rostock
Reviewer: Hans-Joachim Ahrendt,Magdeburg
und Sören von Otte, Kiel

Göretzlehner G. Kontrazeption ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2009; 5(1): 2-12 publiziert 31.03.09 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2009 ISSN 1614-8533