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Abstract

Uterusfehlbildungen
Uterine anomalies

Die Häufigkeit maligner Erkrankungen in der Schwangerschaft wird auf 1 : 1000 Lebendgeburten geschätzt. Karzinomerkrankungen in der Schwangerschaft sind somit selten. Sie entsprechen in ihrer Lokalisation und Häufigkeit den altersentsprechenden Inzidenzen nichtschwangerer Frauen. Die deutliche Zunahme des Schwangerschaftsalters in den Industrienationen führt jedoch folgerichtig zu einem Anstieg beobachteter maligner Erkrankungen bei Schwangeren. Dabei sind das Mammakarzinom, das Zervixkarzinom, das Melanom, das kolorektale Karzinom sowie das Hodgkin-Lymphom und akute Leukämien die am häufigsten vorkommenden Tumorentitäten. Nach bisherigen Erkenntnissen unterscheidet sich die Prognose maligner Erkrankungen in der Schwangerschaft nicht von der nichtschwangerer Frauen, vorausgesetzt das Stadium zum Zeitpunkt der Diagnose und der Therapie sind vergleichbar. Die Therapie kann in den meisten Fällen bei Fortbestehen der Schwangerschaft in enger Anlehnung an die entsprechenden Standards erfolgen. Eine engmaschige fetomaternale Überwachung einschließlich serieller Doppleruntersuchungen und die Erarbeitung eines gesamtonkologischen Konzepts sind notwendig, um den optimalen Zeitpunkt der Entbindung festzulegen und vitale fetale Beeinträchtigungen frühzeitig zu verifizieren.

Frank Nawroth
ENDOKRINOLOGIKUM Hamburg, Zentrum für Hormon- und
Stoffwechselerkrankungen,Reproduktionsmedizin und Pränatale Medizin,Hamburg
Reviewer: Berno Tanner,Oranienburg
und Bettina Löhrs,München

Nawroth F. Uterusfehlbildungen Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2009;5(2):126-136 publiziert 31.07.09 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2009 ISSN 1614-8533