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Abstract

Ovarielles Überstimulationssyndrom (OHSS)
OHSS – ovarian hyperstimulation syndrome

Das ovarielle Überstimulationssyndrom (OHSS) ist eine ernste, potenziell lebensbedrohliche Komplikation, die infolge einer ovariellen Stimulation im Rahmen der assistierten Reproduktion auftritt. Die Ursachen der Entstehung eines OHSS sind noch nicht eindeutig bekannt. Eine Schlüsselrolle spielt neben den zur Follikelstimulation eingesetzten Gonadotropinen das HCG, das zur Ovulationsinduktion gegeben wird oder endogen durch den Eintritt einer Schwangerschaft entsteht. Eine Reihe pathophysiologischer Mechanismen lösen das OHSS aus oder verstärken es. Neben anderen Faktoren auf zellulärer Ebene scheint der Vascular endothelial growth factor (VEGF) der Hauptinitiator für das Entstehen eines OHSS zu sein. Durch Erhöhung der Kapillarpermeabilität kommt es zu Verschiebungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt mit Aszitesbildung sowie zu Veränderungen im Gefäßsystem mit Thrombosegefahr. Da eine kausale Therapie nicht möglich ist, sollte die Erkennung von Risikofaktoren für die Ausbildung eines OHSS vor geplanten assistierten reproduktionsmedizinischen Techniken einen wichtigen Platz im Sinne der Prävention eines OHSS einnehmen.

Ingrid Nickel

Reviewer: Sören von Otte, Kiel und Thilo Schill,Hannover

CME Praktische Fortbildung Gynäkologie, Geburtsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie 3/2005: 54 - 62