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Abstract

Nichtvirale maternofetale Infektionen
Non-viral maternal infections

Nichtvirale maternale Infektionen während Schwangerschaft oder Geburt können genau wie virale den Fetus auf dreierlei Weise gefährden: 1.durch diaplazentare oder subpartuale Übertragung einer chronischen Infektionskrankheit, 2.durch direkte intrauterine oder subpartuale Fruchtschädigung, 3.durch Provokation von Frühgeburt oder Spontanabort. Hierfür infrage kommende Erkrankungen sind in unseren Breiten in erster Linie
•die Syphilis (Lues) und
•die Toxoplasmose, weiterhin
•die Listeriose,
•die Borreliose,
•selten das sog. Q-Fieber,
•die Leptospirose
•und als eingeschleppte Infektion die Malaria. Durch weltweite Migrationsbewegungen und ein verändertes Freizeit- bzw. Reiseverhalten erleben diese Erkrankungen, die z. T. in Deutschland kaum noch vorkamen, eine Renaissance. Im Gegensatz zu den viralen Infektionen können die meisten nichtviralen Infektionen effektiv antibiotisch therapiert werden. Basiskenntnisse der Epidemiologie, Symptomatologie und Therapie sind daher für jeden Geburtsmediziner essenziell.

Bettina Hollwitz, Hamburg
Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf, Hamburg
Reviewer: Ioannis Mylonas, München
und Jan-Peter Siedentopf, Berlin

Hollwitz B. Nichtvirale ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2011; 7(1): 44-64 publiziert 31.03.11 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2011 ISSN 1614-8533