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Abstract

Therapie von Estrogenmangel-bedingten Störungen bei Patientinnen mit Mammakarzinom
Therapy of estrogen deficiency disorders in patients with breast cancer

Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Libidomangel und Scheidenatrophie treten bei etwa 75 % aller klimakterischen Patientinnen auf. Aufgrund des mittleren Erkrankungsalters von über 62 Jahren sind viele Mammakarzinompatientinnen von diesen Symptomen betroffen. Zudem leiden jedoch auch viele jüngere Mammakarzinompatientinnen während und nach der Behandlung mit einer Chemotherapie bzw. während der anschließenden endokrinen Therapie unter oben genannten Symptomen. Dies führt bei den Betroffenen häufig zu einer stark eingeschränkten Lebensqualität. Niedrige Serumkonzentrationen von Estrogenen können bei postmenopausalen Frauen zu Osteopenie bzw. Osteoporose führen. Eine Hormontherapie (HT) mit Estrogenen, ggf. in Kombination mit Gestagenen ist bei Patientinnen nach Mammakarzinom kontraindiziert. Erhöhte Rezidivraten fanden sich nach Einsatz von Estrogen in der HABITSStudie sowie von Tibolon in der LIBERATE-Studie. Im Folgenden wird die aktuelle Studienlage bezüglich einer HT nach Mammakarzinom erläutert sowie Alternativen zur Behandlung dieser Patientinnen aufgezeigt.

Maximilian Mögele, Stefan Buchholz, Stephan Seitz,
Olaf Ortmann
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität
Regensburg am Caritas Krankenhaus St. Josef, Regensburg
Reviewer: Alfred Mueck, Tübingen
und Petra Stute, Bern, Schweiz

Mögele M. Therapie ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2011; 7(2): 100–112 publiziert 31.07.11 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2011 ISSN 1614-8533