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Abstract

Anti-Müller-Hormon: verlässlicher endokriner Marker für die ovarielle Reserve?
Anti-mullerian hormone: reliable marker of ovarian reserve?

Anti-Müller-Hormon (AMH) wird im Ovar hauptsächlich von frühantralen Follikeln gebildet. Es bildet somit die Kohorte der gonadotropinabhängigen Follikelreifung ab. Anfangs wurde unterstellt, dass die AMH-Konzentration sehr stabil ist und somit eine zuverlässige langfristige Abschätzung der ovariellen Reserve darstellt. Es wurde sogar ein Zusammenhang mit der Eizellqualität vermutet. Zwischenzeitlich sind AMH-Konzentrationsschwankungen im Zyklus beschrieben worden. Es gibt verschiedene Hormonbehandlungen, die zu einem Anstieg oder Abfall der AMH-Konzentration führen. Die Eizellqualität und damit die Chance, schwanger zu werden, korreliert nicht mit der AMH-Konzentration. AMH ist hilfreich, um die aktuelle ovarielle Follikelreserve einzuschätzen. Dies ist wichtig im Vorfeld einer Gonadotropinstimulation, um Therapieversager (low response, ovarielles Überstimulationssyndrom) zu vermeiden.

Joseph Neulen
Frauenklinik für Gynäkologische Endokrinologie und
Reproduktionsmedizin, RWTH Aachen, Aachen
Reviewer: Sören von Otte, Kiel
und Frank Chen, Berlin

Neulen J. Anti-Müller ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2011; 7(2): 114–121 publiziert 31.07.11 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2011 ISSN 1614-8533