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Abstract

Stillen – Umgang mit Stillschwierigkeiten und -komplikationen
Breastfeeding – how to avoid problems and complications

Die Nachteile des Nichtstillens sind mittlerweile hinlänglich bekannt. Trotz der intensiven Versuche, einen adäquaten Muttermilchersatz herzustellen, und der immer besseren Qualität von Formulanahrung bleibt die Muttermilch in ihrer sehr individuellen Zusammensetzung weiter unerreichbar. Obwohl alle Nachteile des Nichtstillens bekannt sind, bleibt die Entscheidung zum Stillen eine sehr individuelle, die stark von der gesellschaftlichen Norm, der Ausbildung und nicht zuletzt von der Einstellung des Partners abhängt. Bei sehr erfreulicher anfänglicher Stillraten, kommt es bereits nach kurzer Zeit zu einem häufigen Abbruch der Stillbeziehung, so dass das von der WHO und UNICEF formulierte Ziel, möglichst bis zum siebten, aber auch der deutschen Konsensus Empfehlung, mindestens bis zum fünften Monat ausschließlich zu stillen, in der Mehrzahl nicht erreicht wird. Ziel des Artikels ist es daher, das ärztliche Wissen um die Physiologie des Stillens, aber auch der pathologischen Situationen in der Laktationszeit zu verbessern. So soll erreicht werden, dass durch adäquate Diagnostik und möglichst evidenzbasierter Therapieempfehlung die Probleme für die motivierten Mütter beseitigt werden, um das Ziel, die optimale Stillzeit, leichter zu erreichen. Aus didaktischen Gründen ist der Artikel entlang einer Zeitschiene der möglichen Veränderungen aufgebaut – und zwar beginnend mit der frühen Beratungssituation präpartal, die die Risikofaktoren für ein frühzeitiges Abstillen ansprechen sollte, über die physiologischen und pathologischen Verläufe im frühen Wochenbett der Klinik bis hin zu den später auftretenden typischen Problemen des Milchstaus und der bakteriell bedingten Mastitis puerperalis.

Michael Abou-Dakn
St. Joseph Krankenhaus Berlin-Tempelhof, Berlin
Reviewer: Tarané Probst, Leipzig
und Friderike Fornoff, Frankfurt/Main

Abou-Dakn M. Stillen ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2011; 7(2): 124–137 publiziert 31.07.11 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2011 ISSN 1614-8533