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Abstract

Beratung homosexueller Paare bei Kinderwunsch
Counseling homosexual couples in fertility and artificial reproduction

Der Wunsch nach einem eigenen Kind stellt auch für homosexuelle Paare einen wichtigen Lebensaspekt dar, der durch reproduktionsmedizinische Möglichkeiten oder die Adoption zu erfüllen ist. Mit dem Embryonenschutzgesetz (ESchG) von 1990 hat der Gesetzgeber ein mittlerweile veraltetes Regelungswerk geschaffen, das dringend zu erneuern ist. Für schwule Paare bestehen durch die Verbote von Behandlungsmethoden keine Behandlungsmöglichkeiten im Inland, während für lesbische Paare bundesrechtlich die allgemein zulässigen Behandlungen offenstehen. Demgegenüber ist die berufsrechtliche Situation der Ärzte bei Behandlung homosexueller Paare und die steuerund krankenversicherungsrechtlichen Anspruchslage der betroffenen Paare nach wie vor ungeklärt, wie auch Haftungsfragen mangels vorhandener Rechtsprechung und klarer Gesetzeslage noch einer erheblichen Entwicklung unterworfen sein werden. Dort wo die Richtlinien der Bundesärztekammer (BÄK) ins Berufsrecht übernommen wurden, ist die Behandlung lesbischer Paare verboten, wo sie nicht übernommen wurden, besteht zumindest ein erhebliches berufsrechtliches Risiko für die behandelnden Ärzte. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die gegenwärtigen rechtlichen Rahmenbedingungen und die sich hieraus ergebenden Problematiken für Arzt und Patient.

Holger Eberlein
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizinrecht, Berlin
Reviewer: Andreas Jantke, Berlin
und Manja Krause, Berlin

Eberlein H. Beratung ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2011; 7(3): 198-211 publiziert 30.11.11 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2011 ISSN 1614-8533