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Abstract

Hormonersatz bei primärer ovarieller Insuffizienz
Hormonal replacement therapy in premature ovarian insufficiency

Etwa 1 % aller Frauen ist von einer primären ovariellen Insuffizienz (POI), einer vorzeitigen Erschöpfung der Ovarialfunktion, betroffen. In vielen Fällen lässt sich die zugrunde liegende Ursache nicht genau feststellen. Frauen, die an einer POI leiden und nicht hormonsubstituiert werden, scheinen ein erhöhtes Risiko für Osteoporose und kardiovaskuläre Erkrankungen sowie neurodegenerative Erkrankungen, inklusive Demenz, zu haben. Die Diagnose POI kann das Wohlergehen und die Lebensqualität einer Frau sehr negativ beeinflussen. Auch Depressionen, Angststörungen und Störungen der sexuellen Funktion werden gehäuft beobachtet. Zum Ausgleich estrogenmangelbedingter Folgeerkrankungen wird heute generell eine Hormonersatztherapie (HT) empfohlen, die mindestens bis zum mittleren regulären Menopausenalter fortgeführt werden sollte, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz für dieses Vorgehen begrenzt ist. Falls sexuelle Probleme, insbesondere Libidoprobleme, beklagt werden, sollte auch der Einsatz von Testosteron in Erwägung gezogen werden.

Anneliese Schwenkhagen
Praxis für Gynäkologische Endokrinologie Schaudig &
Schwenkhagen, HORMONE HAMBURG, Hamburg
Reviewer: Katharina Hancke, Ulm
und Christian De Geyter, Basel

Schwenkhagen A. Hormonersatz ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2012; 8(1): 16-24 publiziert 31.03.2012 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2012 ISSN 1614-8533