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Abstract

Essstörungen in der Praxis
Eating disorders in the clinical praxis

Essstörungen, bereits in der Antike beschrieben, betreffen heute laut verschiedener Studien bereits jeden 5. Jugendlichen. Essstörungen können vielfältige Erscheinungsbilder aufweisen und sind in einigen Fällen nur schwer zu diagnostizieren. Neben den langfristigen organischen Spätfolgen ist besonders die latente Suizidalität problematisch. Essstörungen sind typische psychosomatische Erkrankungen, die meist mit Beginn der Adoleszenz eintreten. In Bezug auf die Entstehung geht man von einem multifaktoriellen Ätiologiemodell aus. Dieses Modell dient als Grundlage für das multimodale Behandlungsszenario. Die häufigsten Essstörungen sind die Anorexia nervosa und die Bulimia nervosa, mit denen sich der folgende Artikel beschäftigt. Zur Behandlung von Essstörungen werden verschiedene therapeutische Ansätze angewendet: anerkannte Psychotherapieverfahren, Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Verfahren und die analytische Psychotherapie. Viele junge Mädchen und Frauen besuchen als ersten Arzt ihres Vertrauens die Frauenärztin bzw. den Frauenarzt. Daher kommt dieser Berufsgruppe die entscheidende Rolle bei der Diagnose und dem therapeutischen Management von Essstörungen zu.

Adak Pilger
Kliniken im Theodor-Wenzel-Werk, Abteilung Psychosomatik
und Psychotherapie, Berlin
Reviewer: Ramona Belkner, Berlin,
und Sabine Iamello, Potsdam

Pilger A. Essstörungen ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2012; 8(3): 196–204 publiziert 30.11.12 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2012 ISSN 1614-8533