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Abstract

Konservative Therapie der Harninkontinenz
Conservative treatment of urinary incontinence

Die konservative Therapie der Harninkontinenz in der Praxis kann anhand des Leitsymptoms erfolgen und erfordert keinen großen diagnostischen Aufwand. Als Basistherapie sollten eine Änderung der Trink- und Lebensgewohnheiten sowie eine zumeist topische Estrogenisierung — sofern beides erforderlich — neben einer Physiotherapie erfolgen. An gezielten Maßnahmen stehen bei der Belastungsinkontinenz Duloxetin und die Pessartherapie zur Verfügung, bei der Detrusorinstabilität eine Reihe von Anticholinergika. Eine urodynamische Untersuchung ist erst bei Versagen der konservativen Therapie oder bei unklaren Fällen angezeigt. Begonnen werden sollten diese Maßnahmen bei den ersten Symptomen, oder noch besser sollte eine prophylaktische Diagnostik der Funktionalität des Beckenbodens vor/in der ersten Schwangerschaft im Rahmen des Beckenbodenchecks erfolgen.

Rainer Lange, Praxis Dres. Lange/Kiefer/Gollai/
Hagen-Hauser & Kollegen, Alzey
Reviewer: Johanna Höink, Hamburg,
Pauline Wimberger, Dresden

Lange R. Konservative ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2012; 8(3): 244–254 publiziert 30.11.12 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2012 ISSN 1614-8533