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Abstract

Störungen der Pubertät bei Mädchen
Disorders of puberty in girls

Störungen der pubertären Entwicklung im Kindes- und Jugendalter müssen auf der Basis von Anamnese, klinischer Untersuchung und Befund differenziert werden. Dabei ist es notwendig, Normvarianten von einer pathologischen Pubertätsentwicklung zu unterscheiden. Zu den Normvarianten der frühen Pubertätsentwicklung zählen die prämature Thelarche und die prämature Pubarche. Zu den Normvarianten der späten Pubertätsentwicklung zählt die konstitutionelle Entwicklungsverzögerung von Wachstum und Pubertät. Die Diagnose einer »Normvariante« ist stets eine Ausschlussdiagnose. Das Spektrum der adrenalen Androgenisierung reicht von einer milden Ausprägung wie bei einer prämaturen Pubarche bis zu einer Virilisierung des äußeren weiblichen Genitales beim klassischen AGS mit 21-Hydroxylase-Defekt. Bei der frühen Pubertätsentwicklung müssen die Pubertas praecox und die Pseudopubertas praecox unterschieden werden. Bei der Pubertas tarda müssen temporäre Störungen von permanenten (hypogonadotroper bzw. hypergonadotroper Hypogonadismus) Störungen differenziert werden.

Helmuth-Günther Dörr
Kinder- und Jugendklinik, Friedrich-Alexander Universität
Erlangen-Nürnberg, Erlangen
Reviewer: Cornelia Homrighausen, Hamburg,
und Sabine Heger, Hannover

Dörr H.-G. Störungen ... Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2014; 10(2): 106–116 publiziert 31.07.2014 www.akademos.de/gyn ©akademos Wissenschaftsverlag 2014 ISSN 1614-8533