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Abstract

Drohende Frühgeburt
Peterm birth

Obwohl eine verkürzte Zervix im zweiten Trimenon bei asymptomatischen Schwangeren einen Risikofaktor für eine Frühgeburt darstellt, ist eine optimale Therapie zur Verhinderung der Frühgeburtlichkeit bisher nicht bekannt. Die TVUS ist ein wichtiger Parameter in der Diagnose der drohenden Frühgeburt. Die Bestimmung der Zervixlänge ist in der Lage, sowohl im Niedrig- (Hassan et al. 2000), als auch im Hochrisikokollektiv (Heath et al. 1998) Patientinnen mit einer drohenden Frühgeburt zu erkennen. Der Nutzen einer Cerclage (prophylaktisch, therapeutisch oder als Notfallindikation) wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Aktuelle Studien kommen zu der Schlussfolgerung, einzelne Patientinnengruppen differenzierter zu evaluieren. Eine verkürzte Zervix stellt sicher nur das gemeinsame Endglied bei der drohenden Frühgeburt dar. Aktuell fehlen leider noch die entsprechenden Testverfahren mit ausreichendem positiven Vorhersagewert und die suffizienten therapeutischen Interventionsmöglichkeiten (Kalache 2006). In den kommenden Jahren wird die geburtshilfliche Herausforderung darin bestehen, Schwangere mit einem hohen Risiko für Frühgeburtlichkeit frühzeitig zu erkennen und kausal zu behandeln.

Christian Bamberg,Karim Djaffar Kalache

Reviewer: Michael Entezami, Berlin
und Andreas Klee,Wiesbaden

CME Praktische Fortbildung Gynäkologie, Geburtsmedizin und Gynäkologische Endokrinologie 3/2006: 36- 43