Abstract
Fertilitätsprotektion bei Chemo- und Strahlentherapie Fertility protection in women exposed to chemo- and
radiotherapy Die Entwicklung neuer reproduktionsmedizinischer Techniken und die steigenden Überlebensraten bei onkologischen Therapien haben die Möglichkeit eröffnet, bei Frauen im reproduktionsfähigen Alter effektive fertilitätserhaltende Maßnahmen zu ergreifen. Das Spektrum dieser Maßnahmen reicht von organerhaltender Chirurgie und ovarieller Transposition über die Gabe von GnRH-Analoga bis hin zur Konservierung von Oozyten, fertilisierten Oozyten und Ovargewebe.Viele dieser Techniken wurden in den letzten Jahren hinsichtlich ihrer Effektivität evaluiert und optimiert. Der Einsatz dieser Maßnahmen erfordert ein Zeitfenster von max. zwei Wochen, welches bei den meisten Erkrankungen gegeben ist. Allerdings müssen die Indikationsbereiche für fertilitätserhaltende Maßnahmen sorgfältig definiert werden,was durch das Deutsche Netzwerk für fertilitätsprotektive Maßnahmen bei Chemo- und Strahlentherapien, »FertiPROTEKT« in Kooperation mit den verschiedenen onkologischen Fachgesellschaften erfolgt. Michael von Wolff Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, Abteilung für Gynäkologische Endokrinologie und Fertilitätsstörungen, Heidelberg
Reviewer: Sören von Otte, Lübeck und Gülten Oskay-Özcelik, Berlin
CME Prakt Fortbild Gynakol Geburtsmed Gynakol Endokrinol 2008; 4(1): 12-23
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